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Schichtstoff- / Postforming Arbeitsplatten

Die klassische Arbeitsplatte besteht aus einer  38 mm starken Rohspanplatte, die mit Schichtstoff (HPL) belegt ist.

HPL ist die Abkürzung für "High-Pressure-Laminate" - übersetzt "Hochdrucklaminat". Das Laminat besteht aus kunstharzgetränkten Kraftpapieren und an der Oberfläche aus bedruckten oder durchgefärbten Dekorpapieren, die mit hochwertigen reinen Melaminharzen imprägniert werden. Bei Druckdekoren wird als zusätzlicher Schutz ein glasklarer Overlay aufgebracht.

Unter Wärme und hohem Druck vernetzen die Harze und es entsteht ein unlösbarer Verbund der Schichten. Dadurch entsteht ein Material mit sehr widerstandsfähigen Eigenschaften nach DIN EN 438: Stossfest, abrieb-/kratzfest, lichtecht, beständig gegen haushaltsübliche Reinigungsmittel, hygienisch und lebensmittelecht. Diese Platte ist kurzfristig hitzebeständig bis 180° Grad. Heiße Töpfe dürfen jedoch nicht direkt auf die Platte gestellt werden.
Dieses widerstandsfähige Material ist für alle Bereiche des Möbel- und Innenausbaus geeignet, wo höchste Beanspruchung gewährleistet sein muss.
 

APR Vorderkanten-Radius: 5 mm
Minirundung Vorderkanten-Radius: 3 mm

Bei der Postforming-Arbeitsplatte ist die Vorderkante profiliert und über dieses Profil ist der Schichtstoff gezogen, verleimt und auf der Unterseite der Platte wasserabweisend versiegelt. Je nach Dekor sind die Platten bei uns im Profil APR (5 mm Radius) oder in Minirundung (3 mm Radius) am Lager.

Wenn an einer Platte noch weitere Kanten dieses Profil aufweisen sollen, so besteht die Möglichkeit diese Postformingkante einzusetzen. D.h. von einer anderen Platte wird die Originalkante 25 mm breit abgeschnitten und an diese Platte auf Gehrung angeleimt.  Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass 90° Ecken mit eingesetzter Postformingkante sehr scharfkantig sind und diese nicht der deutschen Sicherheitsnorm entsprechen. 

 

Unser Schichtstoffe und Arbeitsplatten beziehen wir ausschliesslich von renomierten Herstellern. Unsere Hauptlieferanten sind die Firmen Resopal und Duropal .

Pflegehinweise für Schichtstoff

Schichtstoff (dekorative Hochdruck-Schichtpresstoffplatten nach EN 438) ist anspruchslos und bedarf wegen seiner widerstandsfähigen und hygienisch dichten Oberfläche keiner besonderen Pflege.
Die Reinigungsempfehlungen gelten für Oberflächenverunreinigungen, die bei allgemeinem Gebrauch, bei der Ver- und Bearbeitung sowie Montage entstehen.

Reinigung, allgemein:

Leicht verschmutzte Platten werden mit einem weichen, sauberen und gegebenenfalls angefeuchteten Tuch gereinigt. Stärkere Verschmutzungen können mit einer warmen Seifen- bzw. Waschmittellauge oder mit einem handelsüblichen Reinigungsmittel, gegebenenfalls nach längerer Einwirkdauer entfernt werden. Sehr gut eignet sich Waschmittel (Pulver), welches auf der Platte aufgeschäumt wird. Der Schaum holt auch die kleinsten Verschmutzungen aus der strukturierten Oberfläche Ihrer Arbeitsplatte.
Verbleibende Rückstände lassen sich im Allgemeinen mit organischen Lösemitteln wie z. B. Ethanol, Aceton, Waschbenzin oder Nagellackentferner lösen. 
Wir empfehlen auch den Magic Schmutzradierer von Meister Propper oder Bobby. Jedoch kann man damit auch Glanzstellen erzeugen, wenn man zu lange und zu fest auf der gleichen Stelle reibt.

Als Reinigungshilfsmittel sind nur saubere, weiche Tücher, weiche Schwämme oder weiche Bürsten zu benutzen!

Pflegewachse oder Poliermittel dürfen nicht aufgetragen werden, sie hinterlassen einen Belag auf Schichtstoff-Oberflächen. Durch diesen Belag verändern sich die typischen Oberflächeneigenschaften.

Wichtiger Hinweis:
Es dürfen nur Reinigungsmittel verwendet werden, die keine schleifenden, keine stark sauren und keine stark bleichenden Bestandteile enthalten! 


Wie entfernt man...

....festhaftende Kalkverunreinigungen?
Diese können mit warmer, 10 %iger Essig- oder Zitronensäure beseitigt werden. Anschließend muss mit klarem, warmen Wasser nachgewischt werden.

... Paraffin- oder Wachsreste?
Reste von Paraffin- oder Wachs sollten zuerst mechanisch mit einem Kunststoff- oder Holzspachtel abgetragen werden. Dabei ist ein Verkratzen der Oberfläche zu vermeiden! Verbleibende Rückstände lassen sich mit Löschblattzwischenlage abbügeln.

... wasserlösliche Farben, Lacke und Klebstoffe oder Dispersionen?
Frische Verschmutzungen lassen sich in der Regel mit Wasser reinigen, getrocknete mit organischen Lösemitteln wie z. B. Ethanol, Aceton, Waschbenzin oder Nagellackentferner.

... lösemittelhaltige Farben, Lacke und Klebstoffe?
Frische Verschmutzungen lassen sich mit organischen Lösemitteln entfernen, getrocknete ggf. nach längerer Einwirkdauer. Geeignete organische Lösemittel sind beim Farb-, Lack- oder Klebstoffhersteller zu erfragen.

... aushärtende Klebstoffe und Lacke?
z.B.: Kondensationsharze (Klebstoffe) auf Basis von Formaldehyd und Harnstoff, Melamin, Phenol und Resorcin; Reaktionsklebstoffe sowie -lacke auf Basis Epoxid, ungesättigter Polyester und Polyurethan. Verschmutzungen lassen sich nach der Aushärtung nicht mehr von der Schichtstoff-Oberfläche entfernen! Es muss sofort mit geeigneten organischen Lösemitteln gereinigt werden, die beim Lack- oder Klebstoffhersteller zu erfragen sind.

.... Dichtmittel auf Silikon- oder Polyurethanbasis?
Reste von Dichtmitteln sollten zuerst mechanisch mit einem Kunststoff- oder Holzspachtel abgetragen werden. Dabei ist ein Verkratzen der Oberfläche zu vermeiden! Verbleibende Rückstände lassen sich mit Silikonentferner ggf. nach längerer Einwirkdauer lösen. Eine längere Einwirkdauer kann die Schichtstoff-Oberfläche verändern.

.... Schlieren, die nach Reinigung mit Lösemitteln auftreten?
Schlieren lassen sich durch Nachreinigung mit heißem Wasser und Trocknung mit einem sauberen, weichen, saugfähigen Tuch oder haushaltsüblichen Papiertüchern entfernen.